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2011: Die Streiche des Scapin

Komödie von Molière

Regie: Albert Kappenthuler, Lucas Simeon

Dass sich zwei junge Männer während der Abwesenheit ihrer Eltern verlieben, wäre noch entschuldbar, dass sie sich gar verheiraten, ist unverzeihlich, zumal die Eltern über die Köpfe der Betroffenen hinweg ihre eigenen Heiratspläne geschmiedet haben. Der gewitzte Scapin (in unserer Inszenierung eine Scapina) versteht es, mit einigen Listen und viel Menschenkenntnis die Ehr- und Gewinnsucht der Alten auszunützen, die Heiratswünsche der Jungen durchzusetzen und dabei auch noch die eigenen Rachegelüste zu befriedigen. Eine überraschende Wende führt am Ende die zusammen, die sich lieben und lieben müssen. Molière schöpft in diesem Lustspiel unübersehbar aus der Tradition der Commedia dell' Arte. Die Figuren tragen die Charakterzüge eines Pandolfo, eines Lombardi, einer Beatrice; Scapin kann es mit jedem Arlequino aufnehmen. Das Stück wurde 1671 von der königlichen Truppe in Paris uraufgeführt und spielt in Neapel. Wer heute Neapel hört, denkt vielleicht noch an Garibaldi, sicher an die Camorra und natürlich an Abfallberge, Abfall so weit das Auge reicht. Mitten in diesem materiellen und moralischen Abfallhaufen gibt es Platz für Schönheit und Liebe.

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Rollen

 Scapina, Bediente des Leandro Blanca Juon
 Argante, Mutter des Octavio und der Zerbinetta Beatrice Kuster
 Geronto, Vater des Leandro und der Cinzia Jeremy Remus
 Octavio, Sohn der Argante Nino Talparpan
 Leandro, Gerontos Sohn Martino Baumgartner
 Zerbinetta, vermeintliche Zigeunerin Désirée Hohl
 Cinzia, Tochter des Geronto Julia Wagner
 Silvestro, Bedienter des Octavio Roman Ruosch
 Nerina, Amme der Cinzia Noëmi Cavelty
 Carlo, ein Gauner Simon Stecher
 Zwei Trägerinnen Carmen Pesch
Caroline Schwenkgelnks